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Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Hamburg e.V.

Wer wir sind

Der Deutsche Diabetiker Bund ist die Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für alle Menschen mit Diabetes in Hamburg und Umgebung. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Gesundheit und Wohlbefinden aller Betroffenen zu fördern. Als gemeinnütziger Verein sind wir offen für Menschen mit Diabetes, ihre Angehörigen und jeden, der helfen will, dass Menschen mit Diabetes ein aktives, selbst bestimmtes und zufriedenes Leben führen können. Zu diesem Zweck treten wir als Interessenvertretung an die Öffentlichkeit und an Politiker in Hamburg heran.

Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind Beratung und regelmäßige Information, um möglichst jeden Menschen mit Diabetes in die Lage zu versetzen, den Diabetes selbstverantwortlich zu behandeln.

Diabetes mellitus (im Folgenden kurz Diabetes genannt) ist der Fachbegriff dafür, was umgangssprachlich auch "Zuckerkrankheit" genannt wird. Diabetes gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen in Deutschland. Beim Diabetes ist die Zuckerverwertung des Organismus gestört. Ein zu hoher Gehalt an Zucker im Blut (Hyperglykämie) ist das auffälligste Zeichen dieser Stoffwechselstörung. Es handelt sich um eine chronische, also nach ihrem Auftreten lebenslange Erkrankung. Man unterscheidet zwei Typen von Diabetes: Diabetes Typ-1 und Diabetes Typ-2. Im Prinzip sind dies zwei völlig verschiedene Krankheiten, die allerdings dieselbe Wirkung haben: Ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

  • Diabetes mellitus Typ 1 (früher: jugendlicher Diabetes) tritt meist vor dem 40. Lebensjahr auf und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Körper kein Insulin mehr produziert. Typ-1 Diabetiker müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Ursache ist ein gegen die insulinbildenden Zellen gerichteter Autoimmunprozess. Diabetiker Typ 1 machen nur etwa 10% aller Betroffenen aus.
  • Diabetes mellitus Typ 2 (früher: Altersdiabetes) tritt überwiegend im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Die Betroffenen sind häufig übergewichtig. Die Behandlung besteht zumeist allein aus einer gesunden, kalorienreduzierten Ernährungsumstellung oder in Kombination mit blutzuckersenkenden Tabletten. In zahlreichen Fällen ist diese Behandlung nach einigen Jahren nicht mehr wirksam, so dass auch hier eine Umstellung auf Insulin erforderlich wird. Für einen Diabetes Typ 2 gibt es verschiedene Ursachen. Es ist möglich, dass die Bauspeicheldrüse bei Bedarf (kohlenhydrathaltige Mahlzeiten) nicht schnell genug oder nicht ausreichend Insulin produziert (sekretorischer Defekt). Oder das Insulin kann, selbst wenn es da ist, aufgrund eines Rezeptorendefektes nicht wirken.

Was ist denn so schlimm am Diabetes?

Diabetes ist eine heimtückische Krankheit, denn: Diabetes tut nicht weh! Viele Menschen erkennen nicht die ersten Symptome eines erhöhten Blutzucker wie Durst, viel Harn, Gewichtsabnahme und Mattigkeit. Aus diesem Grund bleibt der Typ-2 Diabetes auch häufig lange unentdeckt. Heimtückisch ist die Krankheit, weil ein schlecht eingestellter Diabetes oft nach mehreren Jahren zu Folgekomplikationen (den sog. Spätschäden) führt. Besonders betroffen sind die kleinen Blutgefäße (diabetische Mikroangiopathie), vor allem der Augenhintergrund und die Nieren. Veränderungen in den großen und mittleren Gefäßen (diabetische Makroangiopathie) schädigen Gehirn, Herz, Beine und Füße. Auch die Nerven können in Mitleidenschaft gezogen werden (diabetische Polyneuropathie).

Zu folgenden Folgekomplikationen kann es kommen:

  • Erkrankungen des Augenhintergrundes/Netzhautschädigung (Retinopathie)
  • Nierenerkrankung (Nephropathie)
  • Nervenschädigung (diabetische Polyneuropathie)
  • Veränderungen der großen Gefäße (Makroangiopathie)

Konsequenz der Spätschäden sind Sehbehinderung bis zur Erblindung, Nierenversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall, sowie häufig Amputationen der äußeren Extremitäten, insbesondere der Füße.

Wie wir uns helfen

  • Aufklärung der Öffentlichkeit über die Krankheit Diabetes
  • Regelmäßige und umfassende Informationen über praktische Hilfen sowie alle Neuigkeiten und Trends aus dem Bereich Diabetes (Therapie, Wissenschaft, Forschung und Gesundheitspolitik)
  • Schulungs- und Informationsveranstaltungen mit Referaten von Fachärzten
  • Monatlicher Diabetiker-Treff zum Austausch von Erfahrungen
  • Arbeitskreise und Gesprächsgruppen für spezielle Fragen
  • Kostenlose, individuelle Diabetesberatung durch qualifiziertes Fachpersonal
  • Vermittlung von Schulungsangeboten und Ärzten
  • Hilfe bei sozialen Fragen und bei der Durchsetzung berechtigter Forderungen
  • Finanzielle Unterstützung von sozialschwachen Diabetikern in besonderen Fällen durch enge Zusammenarbeit mit dem "Hamburger Diabetiker-Sozialwerk e.V."